Historie

Unternehmensgeschichte

1901

John Hansen gründet mit einem Arbeiter und einem Lehrling in Hildesheim sein eigenes Gummiwerk. Als erste Produktsparte entsteht eine Radiergummikollektion, später werden geflochtene Packungen hergestellt.

1907

Nach der Aufnahme von Asbestkautschuk, "Mannlochband" und Ringfertigung werden die Produktionshallen in Hildesheim zu klein. In Hannover-Wülfel wird ein Grundstück erworben und eine moderne Produktion aufgebaut. Die Belegschaft ist auf 70 Mitarbeiter angewachsen.

1912

Aufgrund der glänzenden Auftragslage steigt der Personalbestand auf 120 Mitarbeiter. Die Produktpalette wird um die Fertigung technischer Weichgummiwaren erweitert und der zweite Schlauchsaal in Betrieb genommen. Um der gestiegenen Verwaltungsanforderung zu entsprechen, tritt John Hansen´s Bruder Paul in die Geschäftsleitung ein.

1924

Nach den Rückschlägen des 1. Weltkrieges und einem erfolgreichen Wiederaufbau wird die Produktion ausgeweitet und auf elektrischen Strom umgestellt - 300 Mitarbeiter produzieren unter anderem technische Walzen und Asbethhochdruckplatten.

1943

Schwere Luftangriffe im Sommer und Herbst zerstören 80% der Werkshallen. Unter erschwerten Bedingungen wird die Produktion in geringem Umfang aufrecht erhalten, bis März 1945 die Anlage fast völlig vernichtet wird.

1948

Der Wiederaufbau ist trotz vieler Schwierigkeiten abgeschlossen, und anlässlich der ersten Exportmesse in Hannover präsentiert Gummi-Hansen alten und neuen Geschäftspartnern ein großes Produktprogramm.

1960

Nachdem sich das bewährte Sortiment erfolgreich verkauft, werden neue Zielgruppen erschlossen: Spezialprodukte und -entwicklungen für die Staatsbetriebe, Bundesbahn, Bundespost und Bundeswehr.

1970

Neue Produktionsanlagen erlauben die Herstellung innovativer Spezialprodukte: Synthesekautschuk FKM. Diese Fluorelastomere sind für extreme Einsatzbedingungen konzipiert und erschließen neue Kundenkreise.

1980

Europa wird für Gummi-Hansen zu klein. Aufgrund der hohen Nachfrage technischer Artikel wird der Export nachhaltig ausgebaut. Zusätzlich zu dieser erfolgreichen Entwicklung kann eine neue wichtige Zielgruppe gewonnen werden: die Autoindustrie.

1990

Die deutsche Wiedervereinigung ändert auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die Eröffnung der Filiale in Halle (1992), die Übernahme des Reifenwerkes Heidenau (1993) und der Umzug in das neue Werk in Hannover (1994) runden das Vertriebs- und Produktkonzept erfolgreich ab. Mit der Spezialdichtmasse Heat-Fix wird erneut ein Produkt patentrechtlich geschützt.

2001

Zum 100. Jubiläum präsentiert sich die Unternehmensgruppe bestens aufgestellt. Hochmoderne Produktions- und Vertriebsstrukturen an allen 3 Standorten, weltweite Handelsbeziehungen in über 50 Länder und 270 Mitarbeiter machen Mut für die nächsten 100 Jahre.

2010

Gummi Hansen erweitert seinen Maschinenpark um einen Extruder für großvolumige Extrudate und fertigt von nun an auch Profile bis zu einer Breite von 340 mm, einer Höhe bis 130 mm und einem max. Metergewicht von etwa 65 Kg.

Dank des dazugehörigen neuen Kessels können diese Profile außerdem bis 13 m gerade liegend vulkanisiert werden. Hiermit steigt Gummi Hansen nun erfolgreich u.a. ins Stahlwasserbau Geschäft ein. Die Pressenabteilung macht zudem die Eckvulkanisation der Großprofile zu großen Rahmen möglich.

2014
Geschäftsführerwechsel. Die nächste Generation übernimmt das Ruder. Jens Szymanek, zuletzt Prokurist für Finanzen, Verwaltung und Controlling, wird Geschäftsführer.

Gummi Hansen erweitert sein Angebot u.a. um Produkte aus Aflas® und wird zum weltweit einzigen Hersteller von kesselvulkanisierten Ringen und Rahmen daraus.